Warum NahrungKomplett?

NahrungKomplett ist ein Ernährungstracker mit Fokus auf Nährstoffvielfalt, Wissenschftlichkeit und nachvollziehbaren Daten. Die Idee dahinter: Wenn man schon trackt, dann nicht nur ein paar Standardwerte, sondern so viel wie sinnvoll auswertbar ist.
Als Grundlage von NahrungKomplett dienen die BLS - die Bundeslebensmittelschlüssel. Später werden noch weitere staatliche/wissenschaftliche Erfassungen wie USDA etc. folgen.

Die BLS sind vom Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 - Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI: 10.25826/Data20251217-134202-0

Mehr als Makros

Viele Tracker konzentrieren sich auf Kalorien, Protein, Fett und Kohlenhydrate – das ist praktisch, aber oft zu kurz gedacht. Sobald man sich für Mikronährstoffe interessiert, wird es schnell dünn: Einige Nährstoffe tauchen gar nicht auf oder werden nur sehr grob erfasst.

Beispiele, die in vielen Trackern fehlen oder zu kurz kommen
  • Biotin (B7) wird selten sauber ausgewiesen.
  • Vitamin K2 ist oft nicht vorhanden oder nicht differenziert genug.
  • Carotinoide werden, wenn überhaupt, maximal als β‑Carotin erfasst.
  • Polyphenole fehlen praktisch immer.
  • Fettsäuren sind häufig – wenn überhaupt – nur als „gesättigt/ungesättigt“ oder als Ω‑3/Ω‑6 abgebildet. Ω‑9 taucht in keiner allgemein verfügbaren Tracker-Anwendung mehr auf. NahrungKomplett erfasst deutlich mehr als das.

NahrungKomplett ist deshalb darauf ausgelegt, eine breitere Palette an Nährstoffen zu unterstützen, statt sich auf das Minimum zu beschränken.

Küchenabfall: Realität statt Idealbild

Ein weiterer Punkt, der oft ignoriert wird: Küchenabfall/essbarer Anteil. Ob Schale, Kerngehäuse, Knochen oder Putzabfall – das beeinflusst, was tatsächlich gegessen wurde. NahrungKomplett berücksichtigt dieses Thema, damit die Berechnung näher an der Praxis bleibt.

Warum keine Hersteller-/User-Nährwerte?

Kurz gesagt: Damit Auswertungen nicht auf Schätzwerten basieren.

Bei verpackten Produkten stammen die Angaben häufig aus Berechnungen, Durchschnittswerten oder Rundungen. Zusätzlich gibt es gesetzlich zulässige Toleranzen bei der Nährwertkennzeichnung. Das heißt: Selbst wenn man sich Mühe gibt, sind die Werte in der Praxis oft nicht exakt genug, um sie als verlässliche Grundlage für detaillierte Analysen zu nutzen.

Deshalb setzt NahrungKomplett hier bewusst auf ein konsistentes Datenmodell und vermeidet es, Hersteller-/Userwerte als „harte Wahrheit“ zu übernehmen.

Einordnung

Die Aussagen oben sind als Produktphilosophie und Erfahrungswerte gedacht. Welche Nährstoffe „wichtig“ sind, hängt von Ziel, Situation und Datengrundlage ab.

Geschlecht, Ansprache und Referenzwerte

In NahrungKomplett sprechen wir jede Person bewusst einfach mit „du“ an. Das ist eine neutrale, unkomplizierte Ansprache – ohne Annahmen über Geschlecht oder Identität. Auch Vornamen sind bei uns Freitext: Du kannst eintragen, was du möchtest (das gilt nicht beim Nachnamen).

Für Referenzwerte (z.B. DGE-Empfehlungen) ist jedoch relevant, wie der Nährstoffbedarf des Körpers möglichst gut abgeschätzt werden kann. Deshalb orientieren sich solche Werte in der Regel an biologischen Parametern (z.B. Alter, Schwangerschaft/Stillzeit) und häufig auch an einer Einteilung nach „weiblich/männlich“. Das ist keine Aussage über soziale Rollen oder Identität – sondern eine pragmatische Modellierung, wie sie in vielen wissenschaftlichen Datengrundlagen verwendet wird.

Wir akzeptieren das empfundene Geschlecht einer Person – für diese Webseite ist es aber nicht der entscheidende Faktor. Unser Ziel ist ausschließlich, den körperlichen Bedarf möglichst sinnvoll zu schätzen, auch für Menschen, die biologisch nicht eindeutig in ein binäres Schema passen.

Du darfst und sollst sein, wer immer du sein möchtest. Sei nur einfach glücklich und gesund.

Deine hier eingegebenen Daten über deinen Körper dienen nur diesem einen Zweck, deinen Bedarf anzuzeigen. Es gibt hierfür keine weitere Verwendung.

Wichtig: Referenzwerte sind immer Schätzungen. Wie bei allen Richtwerten (auch DGE) kann der tatsächliche Bedarf in der Praxis von den Empfehlungen abweichen. Mehr dazu: Leitfaden Geschlecht.